Welche Nähmaschinennadel soll ich verwenden?

Die Wahl der korrekten Nähmaschinennadel ist für ein schönes Nähergebnis (und auch Näherlebnis) von grosser oder gar grösster Bedeutung. Das Nahtbild und der Stoff können sehr leiden, wenn wir die falsche Nadel benutzen. Gerne möchte ich in diesem Blogbeitrag kurz die gängigsten Nadeltypen vorstellen.

Allgemeines zur Nähmaschinnennadel

Die Nadeldicke

Die Nähmaschinennadeln haben unterschiedliche Dicken, die jeweils mit einer Zahl angegeben sind. Je tiefer die Zahl, desto dünner ist die Nadel bzw. mit zunehmender Zahl wird die Nadel dicker. „70er-Nadel“ bedeutet nämlich, dass sie 0.7mm dick ist, eine 80er-Nadel somit 0.8mm etc.. Für leichte Stoffe sollte eine dünne Nadel verwendet werden, für schwere Stoffe hingegen eine dicke. Im Stofflexikon findest du übrigens bei den verschiedenen Stoffarten, welche Nadel für das Nähen des entsprechenden Stoffes empfohlen wird.

Die Nadelzahl zeigt die Nadeldicke

Die Nadel regelmässig ersetzen

Mit der Zeit werden die Nadeln stumpf, sie können sich verbiegen oder Haken bilden und da wird es nötig, eine neue Nadel einzusetzen. Werden plötzlich Fehlstiche genäht, kann es ein, dass die Nadel nicht mehr gut ist und ersetzt werden muss. Ist das Einstechen der Nadel in den Stoff deutlich hörbar, bedeutet es ziemlich sicher, dass diese stumpf ist.

Die Nadeln werden schneller stumpf als man denkt

Universalnadeln

Die Universalnadeln eignen sich für die meisten gewebten Natur- und Synthetikstoffe. Die verschiedenen Nadelstärken eignen sich für sehr leichte Stoffe wie Voile über mittelschwere Popeline bis feste Stoffe wie Canvas. Die Spitze ist leicht gerundet und ermöglicht ein sauberes Einstechen in den Stoff.

Universalnadeln

Jerseynadeln

Dehnbare Stoffe wie beispielsweise Jersey oder Sweat sollten mit Jerseynadeln vernäht werden. Je nach Dicke des Stoffs sollte auch hier die entsprechende Nadelstärke gewählt werden. Speziell an diesen Nadeln ist, dass sie eine mittlere Kugelspitze haben, die die Fasern zur Seite schiebt und nicht durchsticht. Dadurch werden die Maschen nicht verletzt und es entstehen weder Löcher noch Laufmaschen.

Jerseynadeln

Microtex-Nadeln

Microtex-Nadeln eignen sich für besonders feine Stoffe wie Seide, für beschichtete Stoffe oder Gewebe mit hoher Fadendichte. Die Spitze der Nadeln ist sehr schlank und spitz, durchdringt das Gewebe leicht und die Fasern werden nicht verletzt.

Microtex-Nadeln

Jeansnadeln

Für besonders feste Stoffe wie Jeans, dicke Baumwollstoffe oder Kunstleder eignen sich Jeansnadeln. Die Nadeln sind sehr robust und haben eine besonders schlanke Spitze, die leicht in schwere Gewebe eindringt ohne die Fasern zu beschädigen.

Jeansnadeln

Zwillingsnadeln

Mit der Zwillingsnadel kann ein schöner Effekt bei Säumen oder Steppnähten erzielt werden. Es gibt Universal- sowie Jersey-Zwillingsnadeln und es existieren verschiedene Abstände zwischen den beiden Nadeln (Achtung: Nicht jede Nähmaschine lässt jeden Abstand zu…). Tolle Tipps zum Nähen mit Zwillingsnadeln findest du hier.

Zwillingsnadel

Es gibt noch mehr Nähmaschinennadeln, aber ich denke, dass ich hiermit die am meist verwendeten aufgelistet habe. Oder gibt es noch eine andere Nadel, mit der du viel nähst?

Mich nimmt es Wunder, wie du die verschiedenen Nähmaschinennadeln aufbewahrst. Und hast du vielleicht einen besonderen Trick, um dir zu merken, welche Nadel sich gerade in der Nähmaschine befindet? Ich freue mich sehr, wenn du in den Kommentaren davon erzählst.

Herzliche Grüsse, Aline

2 Kommentare bei „Welche Nähmaschinennadel soll ich verwenden?“

  1. ich schreibe auf einem post it die nadelart und stärke und klebe in an die nähmaschiene

    1. Salut Anita,
      das ist ja ein toller Trick!
      Danke für den Input. Werde das auch mal machen 🙂
      Liebe Grüsse

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